Verzeihung, liebe Leser für die chronologische Lücke in meinem Almblog. Die Natur hat sich ihr Recht geholt diesbezüglich, dass es auf der Alm keine Sünde gibt (angeblich) und demzufolge auch kein Internet…

Nicht nur, dass mein Laptop aufgrund des Feinstaubs vom Hausbrand seinen Geist aufgegeben hat, auch die kleine Solarzellenanlage wollte zum Schluss ganz und gar nicht mehr. Zu viel Nebel, zu viel Kälte. Was auch seine schönen Seiten hatte: Alles bei Kerzenlicht (sogar das Duschen – immerhin mit warmem Wasser) und deutlich weniger spätabendliche Jagd-Besucher (weil sich keiner zur Hütte traut, wenn nicht offensichtlich Licht brennt).
Jedenfalls ist unser Vieh seit vergangenem Wochenende wieder im Tal. Alle wohlbehalten, alle dick und fett, superfit, zutraulich. Es fiel uns sehr schwer, unten auf der Dorfwiese Abschied zu nehmen. Mit fast jedem Tier verbindet sich eine kleine Geschichte: Die eine aus größter Not befreit, die andere wochenlang verarztet. Die Dritte achtungsvoll verwöhnt, weil sie ein Drittel der Herde (mit Hilfe des Viehhüters) wieder aus einem tiefen Graben über Hunderte Höhenmeter wieder auf die Almwiesen geführt hat.
Jetzt, am Ende, wird es bei einem Almsommer immer kitschig schön. Auch wenn man morgens erst das Eis vom Brunnen entfernen muss, um die Frühstücksmilch zu holen. Auch wenn die Klobrille ebenso tiefgefroren ist und man nachts aufstehen muss, um nachzuheizen. Irgendwann scheint dann doch wieder die Sonne hindurch und man verinnerlicht noch einmal, wie überirdisch man es doch monatelang gehabt hat. Es wird einem alles abgehen: Das Holzhacken, das Einheizen, das Abzweigen von Zuvielgekochtem für die beiden Schweinchen, sogar die unfassbaren Gewitterstürme. Aber vor allem die Stille.

Wirklich schwer gefallen ist uns der Abschied auch von unseren beiden Ferkellausern Sisi und Franz. Stattliche Almschweine sind sie geworden, die oft meilenweit von der Hütte entfernt den Kühen nachliefen um sie zu ärgern. Die abschließende Kälte hat ihnen nichts mehr anhaben können. Ein schönes weißes Fellchen haben sie aufgezogen und ein echtes Almtier, das hat von all dem guten (selbstgesuchten) Futter so viele Abwehrkräfte, dass es nicht mehr krank wird. Leser des Almhandbuchs kennen die schwierige Gratwanderung: Wir können die zwei nicht mit in unsere Stadtwohnung im 8. Stock mitnehmen. Wir haben Ihnen den Schweinehimmel auf Erden ermöglicht. Und wenn wir sie nicht gekauft hätten, dann hätten sie die Sommer vielleicht in irgendeinem zwielichtigen Maststall verbracht. Der Gedanke daran beruhigt das Gewissen zumindest ein wenig, wenn man sie dann an einen Bauern im Ort weiterverkauft.

Es bleibt mir jetzt nur, mich noch einmal bei allen Lesern (auch für die vielen liebenswert-netten Kommentare) zu bedanken. Und das Almhandbuch ist bestimmt nicht das Letzte, das es von mir in Buchform gibt (dafür war der Almsommer einfach zu lang…). Wer sich die Durststrecke bis dorthin (gut Ding braucht Weile) etwas verkürzen will, dem sei ein (angeblich nicht minder witziges) Frühwerk meines Bruders und mir empfohlen: www.bikersbarbecue.com
Euer Stadtöhi (seufz!)
Puuh, das war keine ganz leichte Woche! Schwester aus Aachen zu Besuch mit meinen zwei Neffen (13 und 15) und meiner Nichte Carla (3). Die Schwester zu sehen nach langer Zeit, mit ihr am Abend bis spät in die Nacht zu qautschen war schon allein hochinteressant – speziell in diesem Umfeld.

Wandern mit den Buben zum Vieh, zwischendurch Schwarzbeeren klauben, zum ersten Mal sich die salzige Hand von einer rauen Kälberzunge abschlecken lassen, Murmeltiere kichernd in „Mummeltiere“ umtaufen, der Gams, dem Hirsch und dem Fuchs spurenmäßig nachstellen. Mit den eigens für die beiden geschnittenen Hilfsviehhüterstäben Schwertkampf „der junge Darth Vader gegen den noch bartlosen Gandalf (Episode X)“ spielen, dass das Echo der schlagenden Holzstöcke nur so ins Tal kracht.
Grillabend mit Marshmellows beim Sternschnuppen und Satelliten schauen. Zusatzdecken für die eiskalten Nächte im Lager. Und dann – Carla. Erstaunlich wanderfit geht sie bis hinauf zu den ersten Kühen (eine Stunde bergauf!) und auch wieder retour, Anfreunden mit den beiden Schweinchen, die dann doch etwas zu groß und zu ungestüm für die Kleine sind, Kinderlieder singen, die ich längst vergessen hatte. Ungewohntes, unbekanntes Essen: Was ist das, Frigga? Kartoffeln, Käse, Zwiebel, Apfel, Speck in einer Pfanne. Gar nicht schlecht. Mami, können wir das auch zuhause in Aachen probieren? Und am Ende: Mami, können wir die Viehhüterstäbe nicht mit ins Flugzeug nehmen?
Bei der Abreise ist jedenfalls allen klar, dass dies ein sicher einzigartiger und unvergesslicher Kurzurlaub für die ferne Verwandtschaft war. Eine tolle Gelegenheit ohne die üblichen Peinlichkeiten mal was richtig Vernünftiges (nicht nur Kinogehen und Playstation spielen) mit den heranwachsenden Neffen zu machen. Und eigentlich: Sie haben sich verdammt geschickt angestellt, waren beim Berggehen gar nicht so brustschwach, wie befürchtet (im Gegenteil), haben sich beim Schnitzen nicht verstümmelt, und den Schlaf, den uns die kleine Carla ab Sonnenaufgang genommen hat, den können wir ja jetzt nachholen. – Beinahe unerträglich, diese plötzliche Stille hier oben. Auch daran muss man sich erst einmal wieder gewöhnen…
Wenn ich richtig rechne ist jetzt schon ungefähr ein Drittel unserer heurigen Almzeit um. Endlich ist das Vieh in der Hochalm, was noch einmal einen letzten, vierstündigen Kraftakt bedeutet hat. Heuer haben wir sehr viele Jungtiere in der Herde, die noch nie hier oben waren und daher auch die Wege nicht kennen. Weil sie außerdem leider auch den Herdenzusammenhalt vermissen lassen, hatte das zur Folge, dass wir sie einzeln aus jeder Ritze des Waldes herausholen mussten nach dem letzten Gewitter. Und das ist nicht gerade leicht, weil viele von ihnen keine Glocken haben.

Große Freude bereiten uns aber heuer unsere beiden Schweinchen Sisi und Franz. Sisi hat die Ferkel-Glocke von Maja (letztes Jahr) geerbt, und die beiden tollen bereits frech und fröhlich um die Hütte, nachdem sie sich einigermaßen (mit Hilfe von Sonnencreme) an die starke UV-Strahlung gewöhnt haben. Im Gegensatz zu den letzten Jahren vertragen sie sich ganz hervorragend mit unseren sechs ums Haus befindlichen Begleitkühen. Die Neugier ist zwar groß, aber der Respektabstand ist mittlerweile ausverhandelt und alle acht haben sich’s inzwischen gemütlich gemacht. Sisi hat binnen weniger Minuten ein kleines Kunststück gelernt. Sie reagiert – wie ein wohlerzogener Hund auf das Kommando „Sitz!“. Das sieht dann absolut zum Niederbrechen aus, weil sie natürlich weiß, dass sie dafür ein Stück Apfel bekommt. Manchmal bettelt sie schon vor dem Kommando, in dem sie sich in Sitzstellung begibt und auf dem Hintern hin- und her schaukelt. Franz ist dagegen das erste Schwein, das wir haben, das trotz des ungünstigen Schwerpunkts (wie bei einem Bassett) auf die Hinterbeine springen kann, während es auf der obersten Latte unseres Hüttenzauns die Vorderbeine stellt (natürlich um zu betteln).
Nächste Woche kommt meine Schwester mit meinen zwei Neffen aus Deutschland zu Besuch. Das wird hochinteressant, weil ich keine Ahnung habe, was für Erfahrungen die beiden Teenager mit Kühen und Schweinen haben. Kann gut sein, dass sie noch nie ein Schwein aus nächster Nähe gesehen haben…
So, jetzt müssen wir ab zum Vieh. Der Vorteil der Hochalm ist, dass die Kühe unglaublich entspannt sind. Der Nachteil ist, dass jeder Weg zum Vieh zumindest zwei Stunden dauert – zwei Stunden, wenn alles in Ordnung ist und keine von ihnen verschwunden, verletzt oder verstorben ist…
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Das letzte schwere Morgengewitter zieht gerade im Osten aus dem Gailtal. Man hört es noch toben, aber es wird uns heute, am Kirchtagssonntag in Rattendorf nicht mehr betreffen. Gestern wurde unten im Ort der Kirchtagsbaum aufgestellt. Es ist eine der letzten Gelegenheiten, das manuelle Aufstellen dieses Riesendings wie in alten Zeiten zu bewundern. Die EU hat dieses Baumaufstellen (Maibaum, Oktoberfestbaum etc…) aus Sicherheitsgründen eigentlich schon längst mit einem Kran verordnet, aber solange nichts passiert, wird man hier nicht päpstlicher als der Papst sein. Jedenfalls braucht es gut 50 Mann und ein regelrechten „Bestecksatz für einen Riesen“ mit Schlingen, Schlaufen und Haken, um den Baum in sein fast zwei Meter tiefes Loch zu versenken. Ab diesem Moment tönt stündlich die Kirchtagskanone und das Bier wird angezapft…

Bei uns hat sich leider eine kleine Tragödie (Buchlesern nicht unbekannt) ereignet: Unser Siebenschläfer Alfred ist draußen im Garten in einem Plastikmalerkübel, den wir zum Salatgießen verwenden in lächerlich seichtem, fünf Zentimeter tiefem Wasser ertrunken. Das war wirklich, wirklich traurig. Wir hatten den kleinen Kerl (trotz seines nächtlichen Radaus) richtig lieb gewonnen. Wir haben ihm neben Hannibal (der berühmten Maus) begraben und ihm viel Spaß im Siebenschläferhimmel (da gibt’s bestimmt jede Menge Siebenschläferinnen, die es in der Hütte nicht gab) gewünscht.
Ansonsten kämpfen wir derzeit ziemlich mit dem Vieh. Die Racker sind auf der letzten Weide, bevor es in die offene Hochalm geht und sollten dort auch noch circa eine Woche lang bleiben, um das Gras dort zu dezimieren, sie wollen aber nicht. Am letzten Weidezaun vorbei haben sie sich einen Weg an einem Steilhang entlang in die Hochalm gebahnt, den ich bestenfalls kletterbeflissenen Ziegen zugetraut hätte. Und so mussten wir in einer mehrstündigen Aktion zu zweit 25 unwillige Rindviecher aus dem Paradies zurück in die Wirklichkeit holen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir das zu zweit schaffen würden und bin im Nachhinein sehr stolz auf uns. Es ist schon für einen Viehhüter extrem wichtig rechtzeitig in hohes Naheverhältnis zu seinen Kühen aufzubauen, damit sie im Ernstfall auch folgen.
So. Die Sonne scheint. Auf zum Vieh! Mal sehen, was sie heute Nacht wieder angestellt haben…
Euer Almöhi
Wir befinden uns in Woche 3 der Viehhüter-Zeitrechnung, und es wird einem hier einfach nicht fad – auch wenn ich nicht nur von einem Menschen schon gefragt wurde: “Und was machst Du da oben die ganze Zeit?” Es ist schwer auf so etwas eine Antwort zu geben. Zum einen empfinde ich eine solche Frage beinahe als Angriff – wenn auch als einen ungewollten. Denn ich sehe es als mein größtes Privileg hier oben Zeit zu haben. Was zum anderen beinhaltet, dass ich nicht alles mit Tätigkeiten und „Terminen“ belege und vor allem: Mir nicht auch noch Gedanken mache, womit genau meine Tage erfüllt sind. Vielleicht manchmal einfach durch Nichtstun und Nachdenken?

Das Vieh ist nun fast schon bei uns rund um die Hütte, um dann nachher oberhalb nach einer weiteren Hangweide ins alpine Gelände entlassen zu werden, wo es frei laufen kann. Da, wo die (mittlerweile) 83 Kühe jetzt sind, ist es ein wenig, wie einen Flohzirkus zusammen zu halten. Links und rechts sind Gräben, wo die Verletzungsgefahr hoch ist, weshalb Elektrozaun und Stacheldraht helfen müssen. Das wiederum sieht man an meinen Händen, weil ich leider noch immer oft vergesse mir Handschuhe und Zange mitzunehmen. Und einen Stacheldraht ohne Werkzeug zu reparieren hinterlässt leider bei aller Vorsicht Spuren.

Diesen Sommer ist alles auch ein bisschen anders was unsere Hüttenbewohner angeht: Nach einer regelrechten Mäuseplage im vergangenen Sommer haben wir heuer noch keinen einzigen Hannibal-Nachkommen gesehen. Dafür haben wir einen putzigen Siebenschläfer, der nachts im Vorhaus ziemlich viel Krach macht und zwei Schwalbennester mit zirpenden Küken im Stall. Alfred, der Siebenschläfer (ich hatte bisher noch nie einen gesehen), ist optisch so etwas wie ein nachtaktives Eichhörnchen. Große schwarze Nacht-Knopfaugen, ein buschiger Schweif und ein unstillbarer Apetit auf alles was herumliegt und essbar ist. Und er kann einfach die Holzteller bei uns im Küchenregal nicht in Ruhe lassen, weshalb ich nachts um circa drei Uhr immer von großem Gepolter wach werde. Dafür ist mir auch schon ein nettes Foto von ihm gelungen. Man muss sich halt noch einen ca. 15 cm langen buschigen Schwanz dazudenken.
Bei der Gelegenheit noch einmal: VIELEN vielen Dank für das tolle, nette, liebenswerte Feedback zum Almbuch. Und falls jemand wirklich wissen will, was ich mit meiner Zeit hier oben mache wenn einmal nichts zu tun ist: Ich denke darüber nach, was als nächstes in ein Buch gegossen werden könnte…
Liebe Grüße!
Almöhi Tobi
Guten Morgen, Ihr Almmenschen und solche die gerne welche wären!
Vor einer Woche war bei mir Almauftrieb, und langsam kommt man wieder in den Rhythmus, den die Alm erwartet. Der Körper ist nicht mehr so überfordert von der Höhenluft, der ungewohnten ganzkörperlichen Arbeit, und das Aufstehen in der Früh fällt leichter.

Auch, weil wir seit zwei Tagen endlich den Sommer hier haben. Klein-Rosa (die inzwischen gar nicht mehr so klein ist, siehe Foto) wird langsam wieder zutraulich und die Herde beginnt bereits unten auf der ersten Weide unruhig zu werden, weil das Futter schlechter wird. Zeit für einen Wechsel am Wochenende. Apropos: Morgen, Sonntag, ist hier in Rattendorf Sonnwendfeuer. Da pilgert dann die gesamte Jugend zu mir auf die Alm und es wird bei „Frigga“ (Almhandbuchleser wissen natürlich, was das ist) und Bier (bzw. Limo) gefeiert. Das gesamte Gailtal weist dann circa zwei Dutzend zwei Dutzend Leuchtfeuer auf den Bergen auf und das ist ein toller Anblick in der Nacht. Ach ja: Sisi und Franz (unsere beiden Schweinchen für heuer) sind auch schon eingetroffen. Sie gewöhnen sich gerade im Stall an ihr neues Zuhause, Fotos und die feierliche Almschwein-Glockenverleihung folgen später…
Pfiat Euch!
Euer „Almöhi“
Uff, das war jetzt ein kleiner Kraftakt auf meiner Almhütte das Internet zum Laufen zu bringen. Daher auch jetzt erst ein kleiner Zwischenbericht.
Wir, meine Freundin und ich, haben vor drei Tagen die heurige Jungtier-Herde übernommen. 82 Stück sind es: Werdende Mütter und „Kalbinnen“. Viele kenne ich (und kennen mich) vom Vorjahr. Dementsprechend leicht ist es mit ihrer Vorbildwirkung den anderen klar zu machen, dass ich nichts Böses im Schilde führe. Denn jetzt geht es darum, allen 82 Stück möglichst schnell und intensiv beizubringen, dass sie zu mir kommen sollen, wenn ich rufe. Wenn das alle kapieren, bis es in zwei Wochen oben ins offene Gelände geht, dann ist der Sommer quasi eine „g´mahte Wiesn“.
Das mit dem Internet ist so mühsam, weil wir ja nur ein kleines Solarpanel haben, das eine 12-Volt-Batterie speist (an die ich mich via Zigarettenanzünderkabel mit dem Faltcomputer anhänge), aber wenn ständig Nebel und Nieselregen ist, dann nützt die ganze Trickserei nichts.
Gestern bin ich extra wegen dem Österreich-Deutschland-Match hinunter ins Tal zu meinen Bauern gefahren. Bei aller Freundschaft: Ballacks Freistoß war gewaltig, aber ansonsten hatte ich nicht das Gefühl, dass wir Österreicher das unbedingt hätten verlieren müssen. Aber gut, grundsätzlich war mit dem Abflug zu rechnen. – Dafür haben wir die höheren Berg – und so tolle Wörter wie “Butterhirsch” für “Kuh”. Den kannte ich selbst bis gestern noch nicht, hat mir ein Bauer mit auf den mitternächtlichen Heimweg gegeben: “So, Hirte, jetzt ab zurück zu Deinen Butterhirschen auf die Alm…”
Hallo, Ihr Almophilen!
Eigentlich wollte ich ja mit meinem ersten echten Blog warten, bis wir wirklich auf der Alm sind, aber dafür hab ich jetzt einfach schon zu viele liebe Kommentare auf das Buch bekommen. Es ist wirklich verdammt schön zu sehen, dass das ankommt, was ich mir da in den stillen Minuten zwischen meinen Rindviechern ausgedacht habe. Es macht mir jedes Mal riesig Freude (abgesehen davon, dass es motiviert). Und dass mit Klaus auch ein Mann vom Fach (Ferkelzüchter) etwas mit dem Text anfangen kann, erleichtert mich ungemein. Liebe Petra: Kuh-Sein ist sicher auch nicht unkuhl, aber probiers doch mal mit der Hirterei, das kommt dem schon sehr nahe… :-)
Was mich angeht: Hab kürzlich die österreichische Buchpräsentation hinter mich gebracht (war eine supernette Veranstaltung im Skihütten-Teil einer Wiener Disco zu der fast die Hälfte der Gäste in Dirndl und Lederhose gekommen ist. Immerhin gabs ja auch neben einer Gailtalerkäse-Verkostung ein Wettmelken am Übungseuter. Ich geb’s zu, ich hab an diesem Kunstding kläglich versagt (naja, ich wurde 6.). Ist was völlig anderes als so eine echte, mampfende Muhkuh, die nur dann mitspielt, wenn Du nett zu ihr bist. Jetzt sind meine Freundin und ich in den letzten Zügen des Packstresses, und ich muss zugeben, dass ich schon zweimal selbst meine eigene Buchliste mit “was man alles mit auf die Alm nehmen sollte” aufgeschlagen habe, um ja nichts zu vergessen. Jedenfalls: Am Freitag geht’s auf nach Kärnten, und wie es aussieht, ist schon am Freitag abend Almauftrieb.
Rosa wird dabei sein…
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Dass ihr es bis zu diesem Blog geschafft habt, bedeutet, dass Ihr aus irgendwelchen Gründen die ersten seid, die das Almhandbuch in die Finger gekriegt (und bis zur vorletzten Seite gelesen) habt. Oder dass ihr so viel Zeit habt, im Internet nach Büchern zu stöbern (wie pervers!). Ich stehe (gleichzeitig mit dem Erscheinen des Buches) in den Startlöchern zu meinem dritten Almsommer, gemeinsam mit meiner Freundin, die heuer die Hauptregie führen wird. Und die Viehhüter unter euch wissen, dass diese Vorbereitungszeit eine brutale Phase ist. Eine, in der man in der Stadtwelt rigoros „Nein!” zu hundert netten Sachen sagen muss, die im Sommer (ohne einen) geschehen werden.